Drew Camell | Zeitgenössischer Realismus
Die Renaissance der alten Meister im 21. Jahrhundert
Zwischen barocker Virtuosität und zeitgenössischem Diskurs
„Drew Camell – ansässig in Frankfurt am Main – vertritt eine Position im Zeitgenössischen Realismus, die handwerkliche Exzellenz als Voraussetzung für intellektuelle Auseinandersetzung begreift. Geprägt durch eine langjährige Auseinandersetzung mit materieller Perfektion und technischer Präzision, widmet sich Camell heute der Renaissance der altmeisterlichen Ölmalerei im 21. Jahrhundert.
Sein Werk ist eine bewusste Entschleunigung in einer digitalen Welt. Durch die Anwendung klassischer Lasurtechniken und die gezielte Lichtführung des Chiaroscuro entstehen Arbeiten, die historische Ästhetik mit modernen Sujets konfrontieren. Dabei fungiert die technische Brillanz nicht als Selbstzweck, sondern als Vehikel für eine oft satirische Untersuchung gesellschaftlicher Phänomene und kunsthistorischer Normen.
In der Verbindung von traditioneller Meisterschaft und postmoderner Ironie schafft Drew Camell eine Brücke zwischen den Epochen – ein konsequenter Beitrag zur aktuellen Debatte über den Wert und die Form figurativer Kunst heute.“
Ölmalerei auf Leinwand
artists statement
Mein Weg zur Ölmalerei ist eine Evolution der Oberflächen. Von der unmittelbaren Energie der Urban Art führte mich mein Weg über die absolute technische Präzision der Materialveredelung hin zur zeitlosen Tiefe der alten Meister. Heute nutze ich diese synergetische Erfahrung, um die Grenzen der klassischen Figuration auszuloten und die Beständigkeit der Malerei in einer beschleunigten Welt zu manifestieren.
Die Arbeit von Drew Camell findet ihre radikalste Entsprechung in der Bespielung architektonischer Räume. In der Tradition der großen europäischen Monumentalmalerei entstehen ortsspezifische Decken- und Wandgemälde, die den statischen Raum in eine narrative Bühne verwandeln.
Diese großformatigen Realisierungen sind keine bloße Dekoration, sondern eine physische Erweiterung des bildnerischen Diskurses. Hier verbindet sich die absolute technische Kontrolle über das Medium mit der Fähigkeit, komplexe Kompositionen in den öffentlichen und privaten Raum zu übersetzen – eine zeitgenössische Antwort auf die barocke Vision des Gesamtkunstwerks.





